Kurz zusammengefasst: Viele Coaches, Therapeutinnen und Beraterinnen investieren viel Zeit in ihre Website und lassen sich dabei von KI-Tools wie ChatGPT unterstützen. Trotzdem bleiben die Anfragen aus, weil generative KI allein keine fundierte Suchmaschinenoptimierung leisten kann. In diesem Artikel erfährst du, warum das so ist, welche vier Säulen eine SEO Website braucht, wie lokales SEO dir gezielt Klientinnen aus deiner Region bringt, und warum KI-Optimierung (GAIO) 2026 der entscheidende Vorsprung für deine Praxis oder dein Coaching-Business ist.
Du hast dir mit deiner Website viel Mühe gegeben und hast dich von KI beraten lassen, wie eine suchmaschinenoptimierte (SEO) Website aufgebaut sein soll. Du hast stundenlange an deinen Texten gefeilt, dir viel überlegt bei der Wahl der Farben (und diese noch 7 Mal geändert) und doch bleibt die Analyse der Website-Besucher enttäuschend. Die Anfragen bleiben aus und du fragst dich, ob das mit der Sichtbarkeit bei Google für dich überhaupt funktioniert.
Falls du dich bei der Erstellung sehr auf ChatGPT oder ein anderes KI Tool verlassen hast, kann es sein, dass deine Website gar nicht wirklich für die Suchmaschinen und KI optimiert ist, auch wenn das auf den ersten Blick paradox erscheinen mag.
Dieser Artikel zeigt dir Schritt für Schritt, wie du als Therapeutin, Beraterin oder Coach deine Website für Suchmaschinen und KI optimierst, ohne Social Media und bezahlte Werbung.
Warum ChatGPT dir bei SEO nicht wirklich hilft
Worum es geht: Generative KI-Tools wie ChatGPT haben keinen Zugang zu echten Suchdaten, können den Wettbewerb um Keywords nicht einschätzen und liefern keine zuverlässige Analyse der Suchintention. SEO allein mit KI umzusetzen, führt in den meisten Fällen zu Texten, die zwar gut klingen, aber bei Google unsichtbar bleiben.
Ich habe es in der ersten Euphorie über die neuen KI-Tools selbst genau so gemacht: Thema rein, Text raus, fertig. Klingt nach einem Traum für alle, die neben ihrer Arbeit mit Klientinnen auch noch ihre Website pflegen müssen. Das Problem: Gute Suchmaschinenoptimierung ist ein Zusammenspiel aus Strategie, Technik, Daten und Zielgruppenverständnis.
Generative KI sieht immer nur den Ausschnitt, den du ihr zeigst. Sie versteht nicht, wie die einzelnen Teile zusammenwirken. Trotzdem liefert sie ihre Ergebnisse mit einer Überzeugungskraft, die uns dazu verleitet zu glauben, dass sie genau weiss, wovon sie spricht.
Konkret fehlen der KI entscheidende Fähigkeiten:
Keine echten Suchdaten: ChatGPT weiss nicht, wie oft ein Begriff (Keyword) tatsächlich gesucht wird. Bittest du um Suchvolumen zu einem Keyword, liefert die KI eine Zahl. Nur ist diese Zahl nicht recherchiert, sondern generiert. Du planst dann deinen gesamten Content auf einer Grundlage, die nicht existiert.
Keine Wettbewerbseinschätzung: Wie stark ein Keyword umkämpft ist und ob du realistische Chancen hast, dafür zu ranken, kann die KI nicht beurteilen. Sie kennt weder deine Domain Authority noch die deiner Konkurrenz.
Keine zuverlässige Suchintention: Hinter jeder Google-Suche steckt eine Absicht. Jemand, der „Burnout Coach“ eingibt, will vielleicht einen buchen. Oder erstmal verstehen, was ein Burnout Coach überhaupt macht. Für deine Texte ist diese Unterscheidung entscheidend, KI landet hier eher Zufallstreffen.
Keine SEO-Analyse: Wenn deine Website bei Google nicht auftaucht oder deine Klicks einbrechen, erkennt ChatGPT nicht, woran das liegt. Technische Probleme, fehlende interne Verlinkungen und eine schwache Seitenstruktur bleiben für KI unsichtbar.
Keine technische Optimierung: Ladegeschwindigkeit, Verschlüsselung, Mobiloptimierung, Schema Markup: Das liegt weiter komplett bei dir, während KI dich auch hier beratend unterstützen kann, wenn du die richtigen Fragen (Prompts) stellst.
Die Texte, die ChatGPT liefert, sehen auf den ersten Blick oft solide aus. Aber sie haben in den meisten Fällen wenig bis keine SEO-Wirkung. Ohne echte Keyword-Daten, ohne Verständnis für Suchintention und ohne strategische Einbettung in deine Website-Struktur sind es einfach nur Texte.
Generative KI ist schnell und eifrig. Aber sie führt aus, sie scheint auch mitzudenken, doch gibt sie nur Wahrscheinlichkeiten von Informationen wieder, welche sie in ihren Daten vorfindet. Strategie, Datenanalyse und Qualitätskontrolle brauchen einen Menschen, der weiss, worauf es bei SEO ankommt.
Das kannst entweder du selbst sein oder jemand, der das für dich übernimmt. Ich unterstütze dich sehr gerne bei deinen Texten. Du erreichst mich unter: kontakt@coachingweb.ch
Wo KI dir tatsächlich Zeit spart
Worum es geht: KI-Tools können bei klar umrissenen Teilaufgaben im SEO-Prozess echten Mehrwert liefern. Die Voraussetzung: Strategie und Qualitätskontrolle kommen von jemandem mit SEO-Erfahrung oder du eignest dir dieses Wissen selber an.
Das heisst nicht, dass ChatGPT und Co. bei der Erstellung von SEO-Websites nutzlos wären. Im Gegenteil: Richtig eingesetzt, nehmen sie dir zeitintensive Routinearbeiten ab und unterstützen dich im Prozess. Du kannst KI nutzen, um erste Ideen für Blogartikel zu entwickeln, eine Textstruktur zu entwerfen, Formulierungen für Meta-Beschreibungen zu finden, Textabschnitte zu überarbeiten oder nach möglichen Kooperationspartnern für Gastbeiträge zu suchen. Auch bei der Recherche nach verwandten Begriffen rund um ein Thema kann KI hilfreich sein.
In einer Studie gaben fast die Hälfte der befragten Unternehmen an, KI einzusetzen, um längere Website-Texte zu erstellen. Der Effizienzgewinn zeigt sich vor allem bei Routineaufgaben: Themenrecherche, das Vergleichen von Wettbewerber-Inhalten, erste Textentwürfe und das Formulieren von Meta-Beschreibungen. Das sind genau die Aufgaben, die viel Zeit kosten, aber wenig kreative Eigenleistung erfordern.
Google hat seine Haltung zu KI-Content mittlerweile konkretisiert: KI-gestützte Inhalte sind erlaubt, solange sie originell, hilfreich und für Menschen geschrieben sind. Gleichzeitig hat Google seine Quality Rater Guidelines verschärft. Inhalte, die hauptsächlich KI-generiert sind und wenig originellen Wert bieten, werden mit geringerer Reichweite abgestraft. Ich persönlich als Leserin von Artikeln im Internet finde das hervorragend. Denn wenn ein Artikel zu sehr nach KI klingt, klicke ich sofort wieder weg. Mein Gedanke dazu: Ich kann KI auch selber fragen, dafür muss ich nicht einen Artikel im Internet suchen.
Das bedeutet: KI-Texte einfach 1:1 übernehmen ist keine Option. Du brauchst eigene Expertise, eigene Perspektive und eigene Erfahrungen im Text. Nur du hast mit deiner Zielgruppe gearbeitet und weisst, was sie umtreibt. Du kennst Beispiele aus deinem Arbeitsalltag oder von dir selbst – diese wollen die Menschen lesen. Denn deine Klientinnen suchen nicht nach generischen Antworten, sondern nach jemandem, der versteht, was sie durchmachen. Genau das spüren sie aus deiner Art, wie du schreibst und gleichzeitig möchten sie spüren, wer du bist und ob du zu ihnen passt. Auch hier kann dir KI nicht helfen.
Was eine SEO Website eigentlich ausmacht
Worum es geht: Eine SEO Website ist so aufgebaut, dass Suchmaschinen und KI-Systeme sie finden, inhaltlich verstehen und als relevant einstufen. Für Coaches, Therapeuten und Beraterinnen bedeutet das: Deine Website erreicht genau die Menschen, die gerade aktiv nach deiner Art von Unterstützung suchen.
SEO steht für Search Engine Optimization, also Suchmaschinenoptimierung. Das Ziel: Deine Website so aufzubauen, dass sie bei Google und anderen Suchsystemen möglichst weit oben erscheint, wenn jemand nach dem sucht, was du anbietest.
Für Coaches, Beraterinnen und Therapeuten ist das besonders relevant. Denn die Menschen, die dich über Google finden, suchen nicht die Definition eines Begriffes. Sie haben ein konkretes Problem, welches sie lösen wollen und sie wollen herausfinden, wie und mit wessen Hilfe das möglich ist. Dazu tippen sie Begriffe wie „Habe ich ein Burnout?“, „Was will ich wirklich?“ oder „gefühlsstarke Kinder wann wird es besser“ in die Suchleiste. Wenn sei dann einen guten Artikel finden (weil dieser für genau diesen Suchbegriff optimiert wurde), sie dich sympathisch finden, deine Art zu schreiben mögen, dann werden sie sich möglicherweise bei dir melden oder sich in deinen Newsletter eintragen.
SEO sollte dir also nicht einfach „mehr Besucher“ bringen, sondern die richtigen Besucher, welche genau das suchen, was du anbieten kannst.
Die vier Säulen einer SEO Website
Worum es geht: Suchmaschinenoptimierung besteht aus vier Bereichen: On-Page SEO (Inhalte und Struktur), technisches SEO (Geschwindigkeit, Sicherheit, Crawlbarkeit), lokales SEO (regionale Sichtbarkeit) und Off-Page SEO (Vertrauen durch externe Signale, zum Beispiel Links auf deine Seite). Alle vier müssen zusammenspielen, damit deine Website bei Google und in KI-Systemen sichtbar wird.
Eine wirklich suchmaschinenoptimierte Website steht auf vier Säulen. Jede einzelne trägt dazu bei, dass du online gefunden wirst und dass aus Besuchern tatsächlich Anfragen werden.
1. On-Page SEO: Klarheit auf jeder einzelnen Seite
On-Page SEO bedeutet, dass jede Seite deiner Website eindeutig kommuniziert, worum es geht. Das ist nicht nur für Suchmaschinen relevant, sondern auch für deine Besucher:innen. Genau das versuchen die Suchmaschinen wie Google zu erreichen: Relevante Inhalte für die entsprechende Anfrage anzuzeigen.
Also: Du willst Menschen erreichen, die sich fragen: „Habe ich ein Burnout?“ Weil du Unterstützung anbietest für Menschen, die sehr gestresst, überarbeitet und erschöpft sind, doch noch in keinem Burnout. Entsprechend baust du deine Seite auf.
Ganz wichtig ist für Suchmaschinen zu erkennen, ob hinter einer Website auch wirklich eine Person mit echtem Fachwissen steht. Das Konzept dahinter heisst E-E-A-T: Experience (Erfahrung), Expertise, Authoritativeness (Autorität) und Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit). Für Coaches, Therapeuten und Beraterinnen ist das eine gute Nachricht, denn genau das bringst du mit. Zeige es auf deiner Website: Eine ausführliche Über-mich-Seite mit Foto, Biografie, Ausbildungen und Berufserfahrung. Auch wichtig sind hierzu Kundenstimmen und Fallbeispiele, die deine Arbeit greifbar machen. Ebenso können Quellenangaben hier mehr Expertise vermitteln, wenn du dich auf Studien oder Fachliteratur beziehst. Eine einfache Möglichkeit ist zusätzlich eine Autorenbox bei deinen Artikeln.
Das fängt bei den Seitentiteln an. Jede Seite braucht einen klaren Titel, der dein Hauptthema und idealerweise deinen Standort enthält. „Burnout Prävention in Zürich“ ist ein klarer Seitentitel, während „Meine Angebote“ dies nicht ist. Auf deiner Seite möchtest du auch die konkrete Frage deiner potentiellen Klient:innen aufschreiben und beantworten.
Deine Überschriften (H1, H2, H3) sollten eine logische Struktur bilden. Die H1 ist die Hauptüberschrift und kommt pro Seite genau einmal vor. Darunter folgen H2-Überschriften für die Hauptabschnitte und H3-Überschriften für Unterthemen. Google liest diese Struktur wie ein Inhaltsverzeichnis und auch für Menschen, die einen Screen-Reader nutzen ist es essenziell, dass die Überschriftenhierarchie stimmig ist.
Die Meta-Beschreibung ist der kurze Text, der bei Google unter dem Seitentitel erscheint. Google nutzt sie nicht direkt für das Ranking, aber sie entscheidet darüber, ob jemand auf dein Ergebnis klickt oder weiterschrollt. Und mehr Klicks signalisieren Google, dass deine Seite relevant ist, was sich wiederum positiv auf dein Ranking auswirkt. Schreib eine klare Zusammenfassung mit einem konkreten Nutzen und einem Hinweis, was die Person als Nächstes tun kann.
Deine wichtigsten Suchbegriffe (Keywords) sollten im Text natürlich vorkommen. In den ersten 100 Wörtern, in Überschriften, im Fliesstext. Aber immer so, dass der Text für echte Menschen gut lesbar bleibt. Keyword-Stuffing, also das übertriebene Wiederholen von Suchbegriffen, schadet mehr als es nützt. Niemand will einen solchen Fliesstext lesen: „Viele Menschen fragen sich: Habe ich ein Burnout? Wenn du dich fragst, ob du ein Burnout hast, bist du nicht allein. Die Frage habe ich ein Burnout beschäftigt immer mehr Berufstätige.“
Jede deiner Leistungen verdient eine eigene Unterseite. Eine Seite für Paarberatung, eine für Einzelcoaching, eine für Burnout-Prävention. Google versteht spezialisierte Einzelseiten deutlich besser als eine allgemeine Übersichtsseite, auf der alles in einem Absatz zusammengefasst wird.
Und vergiss die internen Verlinkungen nicht. Wenn du in einem Blogartikel über Stressbewältigung schreibst, verlinke auf deine Coaching-Seite zu genau diesem Thema, zu der Burnout Prävention, sowie zu anderen Artikeln auf deiner Seite. Das hält Besucher länger auf deiner Website, zeigt ihnen deine Angebote (wie du ihnen konkret bei ihrem aktuellen Problem unterstützen kannst) und zeigt Google, welche Themen zusammengehören.
2. Technisches SEO: Was im Hintergrund abläuft
Technisches SEO ist das, was unter der Oberfläche passiert. Es bestimmt, ob Google deine Seiten überhaupt findet, lesen kann und als vertrauenswürdig einstuft.
Ladegeschwindigkeit ist einer der wichtigsten Faktoren. Wenn deine Seite länger als drei Sekunden braucht, springen viele Besucher ab, bevor sie überhaupt etwas gelesen haben. Menschen, die sich im Internet bewegen haben nur sehr wenig Geduld. Bilder sollten komprimiert sein (WebP-Format spart enorm viel Speicherplatz), unnötige Plugins gehören deinstalliert, und ein gutes Caching-Plugin sorgt dafür, dass wiederkehrende Besucher eine deutlich schnellere Ladezeit erleben.
Mobile Optimierung ist 2026 keine Option mehr. Die Mehrheit (es gibt dazu unterschiedliche Zahlen, über die Hälfte scheint es aber auf jeden Fall zu sein) der Suchanfragen im Bereich Coaching, Therapie und Beratung kommt von Smartphones. Deine Website muss auf dem Handy einwandfrei funktionieren. Texte müssen lesbar sein, Buttons gross genug zum Tippen, und die Navigation darf nicht zum Geduldsspiel werden.
HTTPS (SSL-Zertifikat) schützt die Datenübertragung zwischen deiner Website und den Besuchern. Für Google ist es ein Vertrauenssignal und ist heute Bedingung für viele Browser. Ist die Seite nicht geschützt, wird sie als unsicher angezeigt und gar nicht geladen.
Eine XML-Sitemap ist wie ein Inhaltsverzeichnis für Suchmaschinen. Sie hilft Google, alle deine Seiten schnell zu finden und zu indexieren. In WordPress lässt sich das über SEO-Plugins wie RankMath oder Yoast SEO mit wenigen Klicks einrichten.
Die robots.txt-Datei sagt Suchmaschinen und KI-Bots, welche Bereiche deiner Website sie lesen dürfen und welche nicht. Sie sollte bewusst konfiguriert sein, damit wichtige Seiten nicht versehentlich blockiert werden.
Und dann gibt es noch Schema Markup (strukturierte Daten). Damit gibst du Google und KI-Systemen zusätzliche Informationen über dein Unternehmen in einem maschinenlesbaren Format: Dein Name, deine Adresse, deine Öffnungszeiten, deine Fachgebiete. Für Coaches und Therapeutinnen eignet sich zum Beispiel das LocalBusiness-Schema, FAQ-Schema für häufig gestellte Fragen und das Article-Schema für Blogartikel.
3. Lokales SEO: Gefunden werden, wo deine Klientinnen suchen
Therapie, Beratung und Coaching können persönliche Dienstleistungen sein, dir vor Ort angeboten werden. Die meisten Menschen suchen in ihrer Nähe oder zumindest in ihrer Region. Lokales SEO sorgt dafür, dass du in deiner Region gefunden wirst. Doch auch wenn du nur online Angebote hast, macht es Sinn lokales SEO zu machen, da auch dieses Angebot mehr ausgespielt wird, wenn jemand in deiner Nähe etwas sucht.
Das wichtigste Werkzeug dafür ist dein Google Business Profil (früher Google My Business). Es bestimmt, ob du auf Google Maps erscheinst und ob du bei Google in lokalen Suchanfragen ganz oben anzeigt wirst.
Dein Profil sollte vollständig ausgefüllt sein: korrekter Name, Adresse, Telefonnummer, Website-Link, Öffnungszeiten, Fachgebiete. Regelmässige Updates zeigen dabei Google, dass dein Profil aktiv ist.
Die sogenannte NAP-Konsistenz (Name, Address, Phone) spielt ebenfalls eine grosse Rolle. Dein Name, deine Adresse und deine Telefonnummer müssen überall im Netz identisch sein. Auf deiner Website, im Google Business Profil, in Branchenverzeichnissen, in Therapeuten-Verzeichnissen. Jede Abweichung verwirrt Google und kann dein lokales Ranking schwächen.
Standortbezogene Seiten sind besonders wirksam. Wenn du in Zürich arbeitest, aber auch Klient:innen aus Winterthur, Uster oder Baden betreust, lohnt es sich, für diese Standorte eigene Landingpages zu erstellen oder diese mit zu erwähnen. Jede Seite kombiniert dein Angebot mit dem jeweiligen Ort und bedient so genau die Suchanfragen, die Menschen in diesen Regionen stellen.
Bewertungen sind ein weiterer Faktor. Google gewichtet echte Bewertungen auf dem Business Profil als Vertrauenssignal. Ermutige zufriedene Klientinnen, eine Bewertung zu hinterlassen. Auch neutrale oder kurze Bewertungen helfen. Wichtig ist die Regelmässigkeit.
4. Off-Page SEO: Vertrauen ausserhalb deiner Website aufbauen
Off-Page SEO beschreibt alles, was ausserhalb deiner eigenen Website passiert und trotzdem Einfluss auf dein Ranking hat. Im Kern geht es um Vertrauen. Google bewertet, ob andere Websites auf dich verweisen, ob dein Name in relevanten Zusammenhängen auftaucht, ob du als Expertin wahrgenommen wirst.
Backlinks sind dabei das stärkste Signal. Ein Backlink ist ein Link von einer anderen Website auf deine. Wenn eine anerkannte Fachzeitschrift, ein Berufsverband oder ein Branchenverzeichnis auf deine Seite verlinkt, wertet Google das wie eine Empfehlung. Qualität zählt hier deutlich mehr als Quantität. Ein einziger Link von einer vertrauenswürdigen Quelle kann mehr bewirken als zwanzig Links von irrelevanten Seiten.
Wie kommst du an solche Links? Gastartikel in Fachmagazinen oder auf Partnerseiten sind ein bewährter Weg. Du schreibst einen fundierten Beitrag zu deinem Fachgebiet und erhältst dafür einen Link auf deine Website. Verzeichniseinträge bei Therapeuten-Plattformen, Coaching-Datenbanken oder regionalen Verzeichnissen bringen ebenfalls wertvolle Links. Und Kooperationen mit Kolleginnen, lokalen Organisationen oder Bildungsinstituten können zu natürlichen Verlinkungen führen.
Erwähnungen deines Namens oder deiner Praxis im Web, auch ohne direkten Link, sind für Google und KI-Systeme ein weiteres Vertrauenssignal. Wenn dein Name in einem Podcast, einem Interview oder einem Fachartikel auftaucht, stärkt das deine Online-Autorität.
Reicht „klassisches SEO“ 2026 noch aus?
Immer mehr Menschen suchen nicht nur bei Google, sondern stellen ihre Fragen direkt an KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder Google Gemini. Sie fragen zum Beispiel: „Habe ich ein Burnout?“ oder besprechen direkt mit KI, wie sie bei ihren Symptomen weiter vorgehen können. (Was ich persönlich durchaus kritisch sehe; einerseits aus Datenschutzgründen, aber auch weil nicht unbedingt die beste Unterstützung dabei herauskommt. Doch das ist ein anderes Thema). Auch spucken mittlerweile die Suchmaschinen immer häufiger direkt und ungefragt eine KI-generierte Antwort mit aus.
Die Antwort, die diese Systeme geben, basiert auf den Inhalten, die sie im Web finden, lesen und als vertrauenswürdig einstufen. Wenn deine Website klar strukturiert, inhaltlich fundiert und technisch sauber ist, steigen deine Chancen, als Quelle genannt zu werden.
Diese Art der Optimierung heisst Generative AI Optimization (GAIO), Generative Engine Optimization (GEO), KI SEO, Answer Engine Optimization (AEO) oder Large Language Model Optimization (LLMO) oder KI-Optimierung. Wobei das alles so ziemlich dasselbe bedeutet; ich bin gespannt, welche Bezeichnung sich durchsetzen wird. Diese Optimierung spezifisch für die generativen KIs ergänzt klassisches SEO um Massnahmen, die speziell darauf abzielen, von KI-Systemen verstanden, zitiert und empfohlen zu werden.
Es ist nicht so, dass sich SEO und die Optimierung für KI (nennen wir sie AEO) sich gegenseitig ausschliessen. Die meisten Massnahmen aus der SEO gelten weiterhin auch für AEO.
Zum diesem Thema findest du hier folgende Artikel:
Hilfe, ich verliere durch KI meine Website-Besucher:innen – was kann ich tun?
Texte für KI-Suchergebnisse optimieren: 7 Strategien für wirklich sichtbaren Content
Was KI-Optimierung oder GAIO konkret bedeutet
Worum es geht: KI-Optimierung ergänzt klassisches SEO um Massnahmen, die deine Website für KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity und Google Gemini sichtbar machen. Dazu gehören Frage-Antwort-Strukturen, eine eindeutige Positionierung, strukturierte Daten, eine llms.txt-Datei und starke E-E-A-T-Signale.
GAIO setzt dort an, wo klassisches SEO aufhört. Während SEO primär auf Keywords, Rankings und Klickraten fokussiert, geht es bei GAIO um semantische Klarheit und Zitierfähigkeit.
KI-Systeme lesen deine Website anders als Menschen. Sie suchen nach klaren Aussagen, die sie in ihren Antworten verwenden können. Auch sucht die KI anders als die Suchmaschine; sie schaut erst auf Titel, Meta Description, die ersten Absätze und strukturierte Daten. Wenn ihr „gefällt“, was sie sieht, dann schaut sie sich den Inhalt an und vermischt diesen mit anderen Inhalten, woraus die Antwort entsteht. Im besten Fall wird deine Seite dann als Quelle angegeben.
Frage-Antwort-Strukturen funktionieren besonders gut. Wenn du auf deiner Website die Frage „Für wen eignet sich systemisches Coaching?“ beantwortest, und zwar direkt, konkret und in zwei bis drei Sätzen, kann ein KI-System diese Antwort leicht aufgreifen und weitergeben.
Eindeutige Positionierung hilft KI-Systemen, dich thematisch einzuordnen. Wenn deine Website durchgehend kommuniziert, dass du auf Burnout spezialisiert bist und in Zürich arbeitest, wird genau diese Information mit hoher Wahrscheinlichkeit in KI-Antworten auftauchen.
Strukturierte Daten (Schema Markup) liefern KI-Systemen zusätzliche maschinenlesbare Informationen über dich, dein Angebot und deinen Standort. FAQ-Schema ist besonders wirkungsvoll, weil es Fragen und Antworten in einem Format bereitstellt, das KI-Systeme direkt verarbeiten können.
Eine llms.txt-Datei kann KI-Systemen gezielt signalisieren, welche Informationen auf deiner Website besonders relevant sind. Das ist vergleichbar mit einer Sitemap, aber speziell für Sprachmodelle gedacht. Noch ist nicht ganz klar, wie hoch die verschiedenen generativen KI Modelle die llms.txt Datei gewichten. Du kannst beides – Schema Markup und llms.txt – beispielsweise mit einem Plugin erstellen, je nach genutztem CMS.
E-E-A-T-Signale sind für KI-Systeme mindestens so wichtig wie für Google. Alles, was du im Abschnitt zu On-Page SEO dazu gelesen hast, gilt hier genauso. KI-Systeme bevorzugen Quellen, bei denen klar erkennbar ist, wer dahintersteht und welche Qualifikation diese Person mitbringt.
Content-Strategie: Inhalte, die Menschen und Suchmaschinen überzeugen
Worum es geht: Gute Inhalte sind die Grundlage jeder SEO-Strategie. Für Coaches, Therapeuten und Berater bedeutet das: Texte, die auf echten Suchanfragen basieren, fachlich fundiert sind und sowohl für menschliche Leserinnen als auch für Suchmaschinen und KI-Systeme klar strukturiert sind. Die Basis dafür ist eine professionelle Keyword-Recherche mit realen Suchdaten.
Eine SEO Website lebt von guten Inhalten, also Texte, die nicht nur angenehm, witzig und originell zu lesen sind, sondern die eine reale Suchanfrage beantworten, fachlich fundiert sind und den Leserinnen einen echten Nutzen bieten.
Keyword-Recherche als Grundlage
Bevor du einen Text schreibst, solltest du wissen, wonach Menschen tatsächlich suchen. Eine Keyword-Recherche zeigt dir, welche Begriffe und Phrasen deine potenziellen Klient:innen bei Google eingeben. Hier scheitert der Ansatz mit ChatGPT häufig: Ohne ein echtes SEO-Tool wie Ubersuggest, Ahrefs oder den Google Keyword Planner weisst du nicht, ob ein Begriff 0 Mal oder 10’000 Mal pro Monat gesucht wird. Du weisst auch nicht, wie stark die Konkurrenz ist. Wenn deine Seite noch nicht viele Besucher:innen aufweisen kann, so hast du bei „umkämpften“ Suchbegriffen kaum eine Chance weit vorne zu landen.
Für Therapeuten, Coaches und Beraterinnen sind drei Arten von Keywords besonders wichtig:
Leistungsbezogene Keywords beschreiben, was du anbietest: Paartherapie, Burnout-Coaching, Systemische Beratung, EMDR Therapie.
Standortbezogene Keywords kombinieren deine Leistung mit einem Ort: Coach für Führungskräfte Zürich, Familienberatung Bern, Online-Therapie Schweiz.
Problembezogene Keywords orientieren sich an dem, was deine Klientinnen erleben: Habe ich ein Burnout?, ständig erschöpft, Konflikte in der Partnerschaft, Kind hat ständig Wutanfälle.
Long-Tail-Keywords (längere, spezifischere Suchbegriffe) haben oft weniger Suchvolumen, aber dafür eine deutlich höhere Relevanz und sind weniger stark von anderen Seiten schon abgedeckt. Jemand, der „Therapie für hochsensible Erwachsene in Zürich“ sucht, ist viel näher an einer Kontaktaufnahme als jemand, der nur „Therapie“ eingibt und mit dem Begriff „Therapie“ wirst du kaum mit einer neuen Seite ranken.
Blogbeiträge als SEO-Werkzeug
Ein Blog ist eines der wirksamsten SEO-Instrumente. Jeder Artikel ist eine zusätzliche Seite, die bei Google für bestimmte Suchbegriffe ranken kann. Und jeder Artikel zeigt Google, dass du Expertise in deinem Fachgebiet hast.
Gute Blogartikel für Coaches und Therapeutinnen beantworten Fragen, die deine Zielgruppe tatsächlich stellt. „Was hilft bei chronischer Erschöpfung?“, „Habe ich ein Burnout?“, „Paartherapie mit narzisstischem Partner?“ sind Themen, die sowohl Suchvolumen als auch echten Informationsbedarf bedienen.
Verlinke deine Blogbeiträge immer auf die passende Angebotsseite. Ein Artikel über Burnout-Prävention sollte auf deine Coaching-Seite zu diesem Thema verlinken. So führst du Leserinnen organisch zu deinem Angebot und stärkst gleichzeitig die thematische Verknüpfung deiner Seiten.
Und nein, nicht jeder Artikel, den du schreibst muss perfekt (oder überhaupt) optimiert sein. Du kannst Blogartikel auch nur zum Spass schreiben und die Besucherinnen deiner Website werden vielleicht darauf weiterklicken. Die Optimierung ist nur relevant, wenn du neue Personen zu bestimmten Themen auf deine Seite bringen möchtest.
Was ist eine Suchintention?
Google bewertet nicht nur, ob deine Seite das richtige Keyword enthält, sondern ob sie die Absicht hinter der Suche erfüllt. Die Suchintention lässt sich grob in drei Kategorien einteilen:
Informational: Die Person möchte etwas wissen. („Wie werde ich unterdrückte Wut los?„). Hier passen Blogartikel, Erklärseiten und FAQs.
Navigational: Die Person sucht eine bestimmte Seite oder Praxis. („Mamaleicht„). Hier zählt, dass deine Marke und dein Name gut auffindbar sind.
Transactional: Die Person möchte handeln. („Coach für Eltern gefühlsstarker Kinder„). Hier hilft es, wenn deine Angebotsseiten mit klarem Call-to-Action optimiert sind.
Erfahrungsgemäss passiert das erste im Bereich Coaching am meisten, im Therapiebereich wird auch häufig direkt ein buchbares Angebot gesucht. Entsprechend sollten die Seiten angepasst sein und die Inhalte der Seiten sollten auf die jeweiligen Suchintentionen abgestimmt sein: Ein Blogartikel sollte informieren, deine Über mich Seite sollte wirklich über dich sein und eine Angebotsseite sollte zum Handeln einladen.
Sprachsuche: Ein Kanal, den viele unterschätzen
Worum es geht: Sprachsuche über Siri, Google Assistant und Alexa nimmt stetig zu. Die Suchanfragen sind länger und natürlicher formuliert als getippte Suchen. FAQ-Bereiche mit konkreten Fragen und direkten Antworten sind der effektivste Weg, in Sprachsuchergebnissen aufzutauchen.
Immer mehr Menschen nutzen Sprachassistenten, um nach Dienstleistungen zu suchen. „Finde einen Therapeuten für Burnout in meiner Nähe“ oder „Wer kann mich bei einer beruflicher Veränderung im Bereich IT unterstützen?“ sind typische Sprachsuchanfragen.
Sprachsuchen unterscheiden sich von getippten Suchanfragen. Sie sind länger, natürlicher formuliert und oft als Frage gestellt. Deine Inhalte sollten darauf vorbereitet sein. FAQ-Bereiche mit konkreten Fragen und kurzen, prägnanten Antworten eignen sich dafür besonders gut. Auch die Kombination mit FAQ-Schema-Markup erhöht die Chance, dass deine Antwort in Sprachsuchergebnissen erscheint.
Fazit: Deine Website kann mehr als du denkst
Eine strategisch aufgebaute SEO Website ist für Therapeutinnen, Berater und Coaches der nachhaltigste Weg zu planbaren Anfragen. Sie funktioniert ohne Social Media Abhängigkeit, ohne laufende Werbekosten und wird durch KI-Optimierung (GAIO) zukunftssicher. Sie ist das Fundament für eine planbare, nachhaltige Sichtbarkeit. Ohne Social Media Abhängigkeit und ohne bezahlte Anzeigen, die sofort aufhören zu wirken, sobald das Budget aufgebraucht ist.
Wenn deine Website klar kommuniziert, wem du hilfst, wo du arbeitest, welche Leistungen du anbietest und wie jemand den nächsten Schritt machen kann, dann versteht Google das. Und dann verstehen es auch die KI-Systeme, die das Suchverhalten der kommenden Jahre zunehmend prägen werden.
ChatGPT, Perplexity und co. können dir diesen Prozess (noch?) nicht abnehmen. Aber mit der richtigen Expertise (an deiner Seite) wird deine Website vom digitalen Schaufenster zu einem echten Akquise-Werkzeug. Einem Werkzeug, das still und zuverlässig arbeitet, während du dich auf das konzentrierst, was du am besten kannst: Menschen begleiten.
Bereit für den nächsten Schritt? Schreib mir und wir schauen gemeinsam, wie deine Website sichtbarer wird.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, bis SEO Ergebnisse bringt?
Erste Verbesserungen in der Sichtbarkeit können sich nach 1-2 Monaten zeigen. Deutliche Ranking-Verbesserungen und ein spürbarer Anstieg an Anfragen brauchen in der Regel drei bis sechs Monate. SEO ist ein kontinuierlicher Prozess, kein einmaliges Projekt.
Brauche ich als Coach wirklich SEO, wenn ich schon auf Social Media aktiv bin?
Social Media und SEO sind zwei verschiedene Kanäle. Social Media zeigt deine Inhalte den Leuten, die dir folgen. SEO zeigt deine Website den Menschen, die aktiv nach deiner Leistung suchen. SEO bringt dir Anfragen von Menschen, die bereits ein konkretes Anliegen haben.
Kann ich SEO nicht einfach komplett von der KI machen lassen?
Nein. KI kann dich bei Teilaufgaben unterstützen: Themenideen, Textstruktur, Meta-Beschreibungen. Aber die Strategie, die Keyword-Recherche mit echten Daten, die technische Optimierung und die Qualitätskontrolle brauchen menschliche Expertise. Wer sich blind auf KI verlässt, verschwendet Zeit und Reichweite.
Was kostet professionelle SEO-Optimierung?
Die Kosten variieren je nach Umfang. Einzelne Massnahmen wie eine Keyword-Recherche oder ein technischer Audit können bereits ab einigen Hundert Franken umgesetzt werden. Eine umfassende SEO-Betreuung mit Content-Erstellung, technischer Optimierung und KI-Optimierung bewegt sich je nach Anbieter im vierstelligen Bereich.
Reicht klassisches SEO oder brauche ich auch KI-Optimierung?
Klassisches SEO bleibt die Basis. Aber immer mehr Suchanfragen laufen über KI-Systeme. KI-Optimierung (GAIO) ist kein Ersatz für SEO, sondern eine Erweiterung. Beide zusammen sorgen dafür, dass du dort sichtbar bist, wo deine potenziellen Klientinnen nach Unterstützung suchen.
Wie weiss ich, ob meine Website für KI-Systeme sichtbar ist?
Du kannst es testen: Frag ChatGPT oder Perplexity nach deinem Fachgebiet in Kombination mit deinem Standort. Taucht dein Name auf? Wirst du empfohlen? Wenn nicht, gibt es Optimierungspotenzial.

